Der Kokoš

 

Im Herbst 1980 wurde der Kokoš von Fritz Hidding aus der Wiege gehoben. Als bei der Namensgebung auch nach langem Hin und Her immer noch kein Name gefunden worden war und Fritz bemerkte, dass das Huhn doch irgendwann einmal ein Ei legen müssen, schlug Slavi, eine Schülerin aus Jugoslawien, den Namen KOKOŠ vor, was Hahn bedeutet. Seitdem hat der Name unserer Schülerzeitung immer wieder zu Missverständnissen und Falschaussprachen geführt, da viele immer wieder das Häkchen über dem „s“ übersahen. Unser Kokoš hat nichts, aber auch gar nichts mit der fast gleichnamigen Kokosnuss zu tun.

Seitdem sind schon über 100 Ausgaben erschienen. Die ersten Ausgaben erschienen noch im A5-Format, bevor man sich später für das A4-Format entschied. Seit vielen Jahren protzt der Kokoš mit durchschnittlich mehr als 100 Seiten und kann sich sehen lassen: unzählige 1. und 2. Preise hat er landesweiten Schülerzeitungswettbewerb schon gewonnen. Hundert von Schülern und Schülerinnen haben ihn zu dem gemacht, was er heute ist: eine der besten und kontinuierlichsten Schülerzeitungen im Ländle.

Anfänglich wurde er auf uralten Offset-Druckmaschinen gedruckt. Als irgendwann einmal mehr Geld in der Kasse war, schaffte Fritz neue Offset-Maschinen an. Aber der Offset-Druck ist ein Lehrberuf, und nur wenige Schüler waren so kompetent, befriedigende Ergebnisse zu erzielen. Gute Technik brauch auch guten Umgang, und der war bei uns oft nicht gegeben. Danach schafften wir uns einen Riso an, einen Copyprinter, der zwar noch mit Farbe drucke, aber leicht wie ein Kopierer zu bedienen war. Leider ließen die Fotos viele Wünsche offen. Seit 2 Jahren haben wir jetzt einen digitalen Hochleistungskopierer, der uns viel Geld kostet, aber sehr gute Foto-Qualität abliefert.

Mittlerweile sind wir auch beim Layout professioneller geworden: die alten Schreibmaschinen, die Scheren, die Stifte und der Kleber haben ausgedient. Heute wird am Freitag vor dem Layout ein Netz mit fast 20 PCs, 2 Servern, 2 Druckern für den Probeausdruck und dem Hochleistungskopierer aufgebaut. Am folgenden Samstag erscheinen in der Regel zwischen 30 und 50 Schüler und Schülerinnen mit Ideen oder schon vorgefertigten Artikeln. Abends gehen wir alle auf Kosten der Redaktion zum Essen, um hinterher noch weiterzuarbeiten. In den frühen Morgenstunden des Sonntags ist dann der Kokoš komplett gedruckt. Am Montag wird er dann zusammen getragen und geleimt. Am Dienstag erscheint er dann im „Handel“. So schnell erscheint wohl keine Schülerzeitung im Land: in 4 Tagen vom ersten Wort bis zur ersten verkauften Ausgabe!